03.01.2020

Freie Presse – Auerbach – Dienstag, d. 14.01.2020

Trieber Weihnachtsschau entpuppt sich als Besuchermagnet

Ein kleiner Markt zwischen den Feiertagen hat der Gästezahl in den Dorfstuben weiter Vorschub geleistet. Letzte Gelegenheit ist Ende Januar.

Traditionelle Schnitzkunst live in Aktion: Ottomar Heckel vom Falkensteiner Schnitzverein demonstrierte jüngst in den Dorfstuben Trieb sein Handwerk. Foto: David Rötzschke

Von Sylvia Dienel

Trieb – Weihnachtsausstellungen gibt es in den Vogtländischen Dorfstuben Trieb seit Gründung in den 1990er-Jahren. Jetzt stand dem gastgebenden Heimatverein Trieb-Schönau der Sinn nach Veränderung. Genauer: nach einem Freiluft-Angebot als Ergänzung. Der erste kleine Markt zwischen den Jahren kam dank seiner heimeligen Atmosphäre aus einer Handvoll Buden, Feuerstelle und Grill am Sonntag gut an.
Geschätzte 400 Gäste mit Appetit auf Stollen, Roster, Hexensuppe, Stockbrot, Glühwein und Kinderpunsch konnte der Verein allein an diesem Tag verbuchen. Um den Mini-Markt stemmen zu können, holten sich die 45 Mitglieder Unterstützung. „Meine Freundin bastelt drinnen mit Kindern“, erzählte Vereinschefin Susanne Strobel-Kaßler. Mann und Schwester ließen sich als Verkaufspersonal einspannen.
„Wir sind rundum zufrieden“, sagte die Vorsitzende und meinte damit nicht nur den Markt. Auch der Ausstellung sei eine gute Resonanz zuteil geworden. Auf dreieinhalb Etagen zeigt der Verein im Gebäude der Alten Schule weihnachtliche Dekoration, historische Utensilien und allerhand Modellbahnen fast aller gängigen Spurweiten. „Manche Leute kommen auch zweimal her“, freute sich Susanne Strobel-Kaßler.
Insgesamt führten sich bis dato etwa 1400 Erwachsene und Kinder die Sonderschau zu Gemüte. Den größten Ansturm erlebten die Dorfstuben am 24. November als erstem Öffnungstag mit fast 500 Gästen. „Nur beim zweiten Mal war es etwas ruhiger, weil überall herum die Märkte aufgemacht hatten“, zog Susanne Strobel-Kaßler Zwischenbilanz. Letzte Besuchsgelegenheit gibt es Ende Januar.
Normalerweise ist die Ausstellung Wochenenden vorbehalten. „Außer der Reihe hatten wir aber auch drei Schulklassen aus Dorfstadt und Falkenstein da“, sagte Strobel-Kaßler. Das passt zur Konzept-Auffrischung, die sie sich mit ihrer Übernahme des Vereinsvorsitzes im März auf die Fahne geschrieben hat. „Wir versuchen ein bissel, die Jugend anzusprechen.“ Was letztendlich einem Spagat gleichkommt. Denn gleichzeitig soll älteres Stammpublikum erhalten bleiben.
Hutzennachmittage wird es weiter in den Dorfstuben geben. Im ersten Veranstaltungs-Halbjahr stehen unter anderem Neujahrs-und Frühlingskonzert auf dem Programm. Ende Mai schickt die Auerbacher Musikschule eine Nachwuchs-Abordnung nach Trieb. Mehr Platz ist für ein Gastspiel des städtischen Jugendblasorchesters Ende Juni vonnöten. Dann wird wieder die Grünfläche am Haus wieder zur Bühne gemacht.

Service Die Weihnachts- und Modellbahnausstellung ist am 25. und 26. Januar jeweils von 13.30 bis 17 Uhr geöffnet. Das Neujahrskonzert mit Andreas Pötzl am 12. Januar beginnt 14.30 Uhr.

Begeistert Groß und Klein: die ausgestellte Modelleisenbahnanlage. Fotos: David Rötzschke